In der Rubrik “Die kritische Stimme” setzen sich unsere Verrentungsspezialisten inhaltlich mit der medialen Berichterstattung zum Thema “Immobilienverrentung” auseinander. Hierdurch soll mit Irrtümern aufgeräumt und damit Interessenten geholfen werden, bei der Entscheidungsfindung zur Verrentung ihrer Immobilie alle maßgeblichen Aspekte einfließen zu lassen.

Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 24.01.2019

Unter der Überschrift “Modell mit Tücken” wurde in der Süddeutschen Zeitung ein Artikel von Marianne Körber veröffentlicht, der sich mit dem Thema “Leibrente” beschäftigt. Alle wesentlichen Inhalte zur Leibrente können hier abgerufen werden.

Immobilienwert

Im Artikel heißt es zum Thema Immobilienwertermittlung:

“Den Wert der Immobilie ermitteln oft Gutachter, die vom Anbieter bestellt werden. Was von der Logik her bedeutet, umso niedriger diese Experten den Wert ansetzen, umso weniger braucht der Anbieter zu bezahlen. Besser ist also, wie Drossel einen unabhängigen Sachverständigen zu beauftragen. Übrigens verhilft das auch zu mehr Realismus, denn fast jeder zweite Immobilieneigentümer überschätzt den Wert seines Hauses, wie der Immobiliendienstleister McMakler in einer Umfrage herausgefunden hat. Peter Drossel stellte übrigens keine großen Unterschiede bei den Kaufpreisschätzungen fest, was auch daran liegt, dass er die Anbieter über das Expertengutachten informierte.”

Das sagt die die kritische Stimme zum Immobilienwert

Es ist mittlerweile üblich, dass ein unabhängiger Sachverständiger das der Immobilienverrentung zugrundeliegende Gutachten erstellt. Die Erfahrung zeigt, dass viele Immobilieneigentümer ein ganz gutes Gefühl dafür haben, wie viel ihre Immobilie wert ist. Basis einer jeden Immobilienverrentung sollte aber das Gutachten eines unabhängigen Dritten sein- hierbei hat man als Immobilieneigentümer in der Regel auch ein Mitspracherecht bei der Gutachterauswahl. Gleichzeitig übernehmen normalerweise die Verrentungsanbieter die Kosten für ein zu erstellendes Gutachten, so dass man sich als Eigentümer ganz entspannt zurücklehnen und abwarten kann, zu welchem Ergebnis der Gutachter kommt.

Die Darstellung, dass Anbieter “geschönte” Gutachten bestellen, um einen möglichst niedrigen Kaufpreis zu bezahlen, ist jedoch falsch und wäre seitens der Anbieter auch hochgradig unseriös. In jedem Fall ist es indes sinnvoll, einen unabhängigen Dritten nochmal über das Gutachten sehen zu lassen und sich ggf. offene Fragen zur Wertermittlung genau erklären zu lassen.

Wer ist eigentlich der Vertragspartner?

Im Artikel der Süddeutschen Zeitung heißt es weiter:

“Die Vorstellung des Seniors von einem guten Angebot: “Wohnrecht im Haus auf Lebenszeit, damit verbunden eine monatliche Rente und eine Einmalzahlung in Höhe von ungefähr 200 000 Euro.” Wer für anfallende Reparaturen zuständig sein soll, “ist Verhandlungssache”. Außerdem müssten die vereinbarten Leistungen auch im Fall einer Insolvenz des Käufers bis zum Lebensende gewährleistet sein.

Über Langeweile brauchte sich Drossel nicht mehr zu beklagen. Die nächsten Wochen bekam er schriftliche Angebote, Telefonanrufe und Besuch – nur die Informationen, die nötig wären, um eine so weitreichende Entscheidung zu treffen, die bekam er nicht. Denn die Frage, wer hinter diesen Firmen steckt und woher das Geld für die Immobilienkäufe stammt, wird in all den schönen Broschüren selten beantwortet: Wem vertraue ich da eigentlich meine Zukunft an? Dass manche Anbieter erst seit Kurzem auf dem Markt sind und Kapitalanlegern hohe Zinsen versprechen, wird potenziellen Hausverkäufern nicht erzählt, auch nicht, wie viel die Anbieter der Leibrente an solchen Deals verdienen.”

Das sagt die die kritische Stimme zum Vertragspartner

Durch eine Immobilienverrentung geht der Immobilieneigentümer eine teilweise jahrelange Vertragsverbindung ein. Es ist sinnvoll, sich ein umfassendes Bild vom Verrentungsanbieter und späteren Vertragspartner zu machen. Dabei muss man aber vorsichtig sein: eigene Internetrecherchen führen oft ins Leere, nicht zuletzt deswegen, weil Vertragspartner in den meisten Fällen speziell für jeden einzelnen Fall geschaffene GmbHs sind. Die Frage der professionellen Abwicklung von Verrentungen auf Leibrentenbasis vermag ein Laie nicht beurteilen. Davon abgesehen muss genau hingesehen werden, was man selbst will: Manchmal kann durchaus das Angebot einer Privatperson wirtschaftlich besser sein- handelt es sich hierbei aber um einen Nachbarn oder Bekannten, kann beim vormaligen Immobilieneigentümer ein seltsames Gefühl aufkommen: im Zweifel trifft man die Privatperson häufiger und weiß, dass diese eigentlich auf den eigenen Tod wartet. Das ist vielen Eigentümern egal, manchem bereitet das Unbehagen. Für letztere ist eine anonyme Firma der bessere Vertragspartner.

Es sollte davon abgesehen nicht unterschätzt werden, wie gut es ist, einen professionellen Partner an der Seite zu haben, der seinerseits mit Profis zusammenarbeitet, etwa, um jedes Jahr einmal den Zustand der Immobilie zu überprüfen.

Die Thematik, dass Herr Drossel im Artikel im Nachgang zu seinen Anfragen von Anrufen, Post und sogar persönlichen Gesprächen bombardiert wurde, sehen wir bei RentePlusImmobilie häufig. Werden wir vor dem Einholen von Angeboten involviert, können wir die Kommunikation mit den einzelnen Anbietern kanalisieren und erreichen gleichzeitig den Effekt, dass bei mehreren gewünschten Angeboten auch ein Vergleich derselben, aber auch ein mögliches Nachverhandeln und zwar auf Augenhöhe mit dem jeweiligen Anbieter stattfinden kann. Dieser Service ist für die Immobilieneigentümer immer kostenlos und hilft bei der Entscheidungsfindung immens.

Bonität der Käufer

Im Artikel der Süddeutschen Zeitung heißt es weiter:

“Das Thema Transparenz hat auch Peter Drossel beschäftigt. Er hat festgestellt, dass bei Angeboten von Privatpersonen besondere Vorsicht geboten ist – der angeblich so liquide Unternehmer war gar nicht so wohlhabend, wie Recherchen im Internet ergaben. Was, wenn der Käufer nicht wie vereinbart zahlt? Für so einen Fall bietet sich eine Rückübertragungsklausel an, die ebenfalls im Grundbuch eingetragen werden und vom Notar beglaubigt werden muss, empfehlen Experten.”

Die mangelnde Transparenz auf dem Verrentungsmarkt war einer der Gründe, wegen der die Gründer von RentePlusImmobilie sich überhaupt mit dem Thema der Immobilienverrentung befassten und das Unternehmen als unabhängige Informationsplattform und Berater gründeten.

Der Verrentungsmarkt ist geprägt von einem Ungleichgewicht zwischen Immobilieneigentümern auf der einen und teilweise stark professionalisierten Anbietern auf der anderen Seite. Dazwischen mischen sich auch immer Makler, die sich, auf der Suche nach Produkten, die sie vermakeln können, als Immobilienverrentungsexperten gerieren, letztlich aber weder juristisch noch verrentungsspezifisch eine Ahnung davon haben, was die Immobilieneigentümer eigentlich brauchen. Hier die Spreu vom Weizen zu trennen ist extrem schwierig.

Das sagt die die kritische Stimme zur Bonität der Käufer

Die mangelnde Transparenz auf dem Verrentungsmarkt war einer der Gründe, wegen der die Gründer von RentePlusImmobilie sich überhaupt mit dem Thema der Immobilienverrentung befassten und das Unternehmen als unabhängige Informationsplattform und Berater gründeten.

Der Verrentungsmarkt ist geprägt von einem Ungleichgewicht zwischen Immobilieneigentümern auf der einen und teilweise stark professionalisierten Anbietern auf der anderen Seite. Dazwischen mischen sich auch immer Makler, die sich, auf der Suche nach Produkten, die sie vermakeln können, als Immobilienverrentungsexperten gerieren, letztlich aber weder juristisch noch verrentungsspezifisch eine Ahnung davon haben, was die Immobilieneigentümer eigentlich brauchen. Hier die Spreu vom Weizen zu trennen ist extrem schwierig.

Wer ist eigentlich der Vertragspartner?

Im Artikel der Süddeutschen Zeitung heißt es weiter:

“Ebenfalls wichtig: die Unterscheidung zwischen Wohnrecht und Nießbrauch und die Folgen daraus, zum Beispiel für die Frage, wer für welche Kosten zuständig ist (…). Außerdem der Hinweis, dass das Wohnrecht immer im Grundbuch vermerkt werden sollte, und zwar an erster Stelle abgesichert. Denn nur dann bleiben die Rechte des Verkäufers erhalten, wenn der Käufer der Immobilie pleite gehen sollte. Diese Rechte müssen aber möglicherweise vor Gericht durchgesetzt werden, was viel Zeit und Nerven kostet. Besser ist es also, man achtet von vornherein auf die Bonität der Anbieter. Womit man wieder bei der Transparenz wäre.”

Das sagt die kritische Stimme zum Vertragspartner

Die vertragliche Ausgestaltung des Verrentungsvertrages ist Kernstück einer jeden Verrentung. Die Frage ist, was man eigentlich erreichen will: Möchte man sich weiterhin um die Immobilie kümmern wie ein Eigentümer? Dann ist der Nießbrauch in aller Regel das richtige Konstrukt. Möchte man eher wie ein Mieter behandelt werden und freigestellt sein davon, wenn größere Investitionen am Haus anstehen, ist das Wohnrecht die richtige Variante. Auch die Sicherheitenposition von eigenen Rechten (Rangigkeit im Grundbuch) und insbesondere die insolvenzrechtliche Absicherung stellen wesentliche Elemente dar, über die man sich vor Vertragsschluss ein umfangreiches Bild gemacht haben sollte. Das im Artikel genannte “umfangreiche” Bild, das man sich von der Bonität des Vertragspartners machen sollte, ist allerdings überbewertet dargestellt. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Unternehmen oder Einzelpersonen kann jahrzehntelang einwandfrei sein und auch unverschuldet in Schieflage geraten. Dann geht es darum, wie gut abgesichert man als vormaliger Eigentümer ist.

Was macht man eigentlich mit dem Geld?

Im Artikel der Süddeutschen Zeitung heißt es weiter:

“Apropos Geld – was will Peter Drossel eigentlich mit der Einmalzahlung anstellen, in diesen Nullzinszeiten? Seine Antwort: “Ein Teil davon soll als Rücklage fest angelegt werden für eine mögliche Pflegesituation, der Rest ist Reserve für die Gestaltung der letzten Lebensjahre. Ich will das Leben so weit es geht genießen.” Für welches Angebot er sich entschieden hat, verrät der Senior nicht, aber er ist zufrieden.”

Das sagt die die kritische Stimme

Bei der Frage, was man mit dem Geld machen will oder vielleicht auch muss, geht es um die individuelle Lebenssituation des Immobilieneigentümers: möchte er sich einfach nur einen lang gehegten Wunsch erfüllen, seine Kinder unterstützen oder eine Restschuld bei der Bank zurückführen? Diese Frage im Vorfeld genau zu eruieren ist Aufgabe und Leistung von RentePlusImmobilie, denn je nachdem, zu welcher Antwort man hier kommt, muss geschaut werden, was die Immobilie zur Zielerreichung hergibt. Hiervon ist letztlich auch abhängig, welches Modell grundsätzlich in Frage kommt. Ohne den Fall des Herrn Drossel näher zu kennen, muss tatsächlich kritisch hinterfragt werden, ob die Lösung eine wirklich gute ist- das hängt am Ende natürlich auch davon ab, wie und wo das Geld angelegt wurde.

Fazit

Der Artikel der Süddeutschen Zeitung geht auf die klassischen Fragen, die bei der Leibrente immer wieder aufkommen, ein. Er zeigt deutlich, dass es noch viel Aufklärungsbedarf gibt, wenn es um das Thema Immobilienverrentung geht.

Bei der Frage, ob eine Immobilienverrentung sinnvoll ist, geht es um eine sehr wichtige Entscheidung, die Menschen höheren Alters treffen müssen oder wollen. Ihnen die notwendige unabhängige Beratung und Information zukommen zu lassen, hat sich die Informationsplattform www.renteplusimmobilie.de zur Aufgabe gemacht. Für Immobilieneigentümer ist diese Information und Beratung kostenlos. Im persönlichen Telefonat kann mit professionellen Beratern geklärt werden, welches Verrentungsmodell grundsätzlich zu Lebenssituation und zur Immobilie passt. Erst wenn alle Faktoren, die in die Beurteilung der Situation einfließen müssen, geklärt sind, kann eine fundierte Entscheidung getroffen werden. Hierdurch können die Unwägbarkeiten, die im Artikel der Süddeutschen Zeitung aufgebracht werden, eliminiert werden.

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